Wie du den Test in dein Herdenmanagement integrierst

Du kannst dein Herdenmanagement deutlich verbessern. Ob deine Herde ganzjährig oder saisonal kalbt, ob du einen Bullen oder künstliche Besamung einsetzt, ob du die Milch regelmäßig kontrollieren lässt oder nicht – der Trächtigkeitstest per Milchprobe lässt sich problemlos in die täglichen Abläufe deines Betriebs einbinden!

Wir beschreiben hier verschiedene Szenarien, um dir zu zeigen, wie auch du echte Vorteile nutzen und dein Herdenmanagement verbessern kannst.

Ganzjährige kalbende Herde
1. Monatliche Milchkontrolle Mehr lesen
2. Keine/Sporadische Milchkontrolle Mehr lesen
3. Mit einem Zuchtbullen Mehr lesen

 

Blockkalbende Herde
4. Nach dem ersten Zyklus Mehr lesen

5. Nach Zucht mit Besamung und einem Bullen Mehr lesen

6. Mit einem Melkroboter Mehr lesen

Ganzjährig kalbende Herden

Szenario 1: Monatliche Milchkontrolle bei Herden mit erfassten Besamungsdaten.

Bitte das Institut, das die Milchkontrolle durchführt, bei allen in Frage kommenden Tieren einen Ersttest und später einen Bestätigungstest durchzuführen.
a. Ersttest: mindestens 28 Tage nach der Besamung:

  • Monatliche Tests: können zwischen 28 und 58 Tagen nach der Besamung für Kühe gemacht werden, die noch nicht wieder gedeckt wurden.

  • Vierzehntägige Untersuchung: Verwende die Milchkontrollproben für Kühe, die zwischen dem 28. und 43. Tag gedeckt wurden und entnehme eine zweite Charge von Proben etwa in der Mitte zwischen den monatlichen Kontrollterminen.

  • Wöchentliche Durchführung von Tests: Entnehme einmal wöchentlich Proben von allen Kühen, die 28-35 Tage nach der Besamung noch nicht wieder gedeckt worden sind.

b. Bestätigungstest: 70-110 Tage nach der Besamung. Für den Bestätigungstest kommt es nicht so darauf an, rechtzeitig Proben zu nehmen. Daher muss er nur einmal im Monat durchgeführt werden, und zwar mit den Proben, die bei der monatlichen Milchkontrolle entnommen werden. In diesem Fall sollte der Bestätigungstest bei Kühen durchgeführt werden, die in der Phase zwischen Tag 70 und Tag 110 nach der Deckung sind.

c. Test vor dem Trockenstellen – späte Trächtigkeit: Tests vor dem Trockenstellen, um die Kosten für die Behandlung nicht trächtiger, trockener Kühe zu vermeiden.

Szenario 2: Keine oder unregelmäßige Kontrollen der Milch.

Wenn du nicht oder nur selten Milchkontrollen durchführst, kannst du den Service trotzdem nutzen, indem du die Proben einfach selbst entnimmst. Solange du deine Kontrolle und die Beschriftung der Proben gewissenhaft durchführst, kannst du die Milch der in Frage kommenden Kühe einfach in den von dir gewünschten Intervallen entnehmen. Bestätigungstests (nach 11 Wochen) sind dann sinnvoll, wenn du für deine Trächtigkeitsdiagnose Ersttests verwendest.

Szenario 3: Die Herden werden mit einem Zuchtbullen gehalten, es werden keine Leistungsdaten erfasst.

Der Test kann 28 Tage, nachdem der Bulle aus der Herde genommen wurde, durchgeführt werden, wenn die Besamungsdaten nicht aufgezeichnet wurden. Wenn die Besamungsdaten aufgezeichnet sind, kann der Test wie üblich in dem von dir gewählten Testzeitfenster durchgeführt werden.

 
 
 
 
Blockkalbende Herden

Szenario 4: Nach dem ersten Zyklus.

Bei blockkalbenden Herden kannst du den ersten Herdenträchtigkeitstest zu Beginn der geplanten Deckung + 49 Tage (21-tägiger Zyklus plus 28 Tage für den Anstieg der PAG-Werte) durchführen. Dies würde dir einen frühen Hinweis auf deine Trächtigkeitsrate im ersten Zyklus geben. So kannst du notwendige Maßnahmen ergreifen, wenn die Fruchtbarkeit unter dem erwarteten Niveau liegt und die nicht trächtigen Kühe wieder besamen lassen. Vielleicht ist es für dich sinnvoll, deine Milchkontrolle mit diesem Termin zusammenlegen.

Du kannst während der gesamten Zuchtsaison (+28 Tage nach der Besamung) weiterhin zu den entsprechenden Zeitpunkten Proben von den in Frage kommenden Kühen entnehmen.

Szenario 5: Mit einem Besamungs-Zyklus und einem Zuchtbullen.

Wenn du die künstliche Besamung für zwei oder drei Zyklen nutzt und dann Zuchtbullen einsetzt, wird ein Test der gesamten Herde 28 Tage, nachdem die Bullen eingesetzt wurden, die Trächtigkeit für jede Kuh nach der künstlichen Besamung anzeigen. Ein abschließender Test bei den nicht trächtigen Kühen 28 Tage nach dem Herausnehmen der Bullen aus der Herde zeigt dann die Trächtigkeit aus natürlicher Deckung an.

Ein Bestätigungstest vor dem Trockenstellen bei allen Kühen wäre nützlich, um nicht trächtige Kühe zu erkennen, die womöglich ihr Fötus verloren haben.

 

Funktioniert der Test auch mit einem Melkroboter?

Ja, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Zuverlässige Ergebnisse auf einem gut parametrisierten Lely-Roboter: Achte darauf, dass das Probennahme-Shuttle korrekt horizontal installiert ist (am besten, du überprüfst das mit einer Wasserwaage). Erhöhe die Entleerungsdauer der Milchpumpe um > 9 Sekunden (denk daran, die Parameter nach dem Wiegen auf die Grundeinstellung zurückzusetzen).

Das Ergebnis hinsichtlich Zuverlässigkeit ähnelt sehr stark den Werten, die in einem normalen Melkstand erzielt werden (nur 3,5 % der Proben müssen erneut kontrolliert werden und 2 % zeigen falsche positive Ergebnisse).

 
 

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Die für die routinemäßigen Kontrolle der Milch entnommene Milch kann dafür verwendet werden, was die Untersuchung noch einfacher macht.  Bei der TU aus Milch genügt es, Milch aus einem Viertel der Probe zu entnehmen.